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Kaffee in der Küche
Kaffee wird nicht nur in den unterschiedlichsten Zubereitungsarten getrunken, sondern auch beim Kochen, Backen und zur Herstellung von Desserts verwendet. Sein leicht bitteres Aroma ist dabei eine kontrastreiche Komponente zur sonst üblichen Süße einer Nachspeise. Kaffee, beziehungsweise Espresso ist dabei oft eine beliebte Ingredienz von italienischen Desserts. Die Königin unter ihnen ist vermutlich das Tiramisu. Im ursprünglichen Rezept dominiert Mascarpone, die mit einer Art Zabagione aus Zucker, Marsalla-Wein und Eiern vermischt wird, Parallel dazu legt man eine Schicht Löffelbisquits in eine Auflaufform und beträufelt sie mit einem Gemisch aus Espresso und Marsalla-Wein. Anschließend wird die Mascarpone-Masse über die Bisquits gegeben und das Ganze mit Kakaopulver bestreut. Von Tiramisu wurden zahlreiche Varianten bekannt, bei denen man zum Beispiel den Masalla durch Amaretto ersetzt. Sogar ein veganes Tiramisu-Rezept gibt es, bei welchem man statt Eier und Marsalla mit Macarpone, Seidentofu mit Sojasahne und Mandelmus mischt. Mit dem Espresso beträufelt man statt der Löffelbisquits, einen aus veganen Zutaten gebackenen Bisquit, den man mit der Seidentofu-Masse bestreicht, auf die jedoch noch eine Schicht Bisquit legt, die wiederum mit der Seidentofu-Masse zugedeckt und anschließend mit Kakaopulver bestreut wird.
Eine alkoholfreie und kinderfreundlichere Abwandlung vom Tiramisu heißt Semifrio, welches aus einem gekochten Vanillepudding besteht, der durch Zugabe von Gelatine schnittfest wird. Für das Semifrio wird ein Tortenform mit Butterkeksen ausgelegt und mit warmem Kaffee übergossen. Darüber wird die Puddingmasse gegeben. Dann werden in Schichten wieder mit Kaffee getränkten Butterkekse und Pudding abgewechselt, um das Ganze dann am Schluss mit Sahne zu verzieren und nach einer Auskühlzeit zu genießen.
Problemlos gelingt Kaffee-Pudding, der aus in Scheiben geschnittenen, altbackenen Brötchen besteht, welche mit etwas Zucker bestäubt und mit starkem Kaffee übergossen werden. Anschließend wird daraus eine Masse verquirlt, die in einem Topf mit zerlassener Butter vermischt und in eine Auflaufform gegeben wird. Im Anschluss wird aus 5 Eigelben und Zucker eine schaumige Creme gerührt unter die noch 3 steif geschlagene Eiweiße gemischt werden, um das Ganze dann als Haube über die Brötchenmasse zu streichen und im Ofen eine halbe Stunde lang backen zu lassen.
Ein gefrorenes Kaffeedessert das Kaffee-Parfait, welches aus den Zutaten Ei, Eigelb, Zucker und Kaffee besteht, die im Wasserbad cremig geschlagen werden. Anschließen wird geschlagene Sahne untergehoben, der etwas Amaretto-Likör, Zartbitterschokoladenstückchen und in Rum eingelegte Rosinen folgen. Diese Parfaitmasse wird anschließend in eine mit Frischhaltefolie ausgeschlagene Kaiserkuchenform gegossen und fünf Stünden im Gefrierfach gefrostet.
Für alle diejenigen, die aber eine Mahlzeit mit Fleisch, dem Dessert vorziehen, gibt es auch sehr leckere Rezepte mit Kaffee, wie zum Beispiel das Schweinefilet im Kaffeemantel. Hierfür wird das angebratene Schweinefilet in einer Mischung aus Kaffeebohnen, Salz und rosa Pfefferbeeren, welche zuvor gemörsert wird, gewälzt und anschließend in einer Form im Ofen gegart. Dazu passt eine Kaffeesauce, die aus ausgelassenem Speck und gehackten Zwiebeln besteht, die mit Lauchscheiben und Möhrenstücken in einer Pfanne gegart werden. Das ganze wird mit einer großen Tasse Kaffee abgelöscht und mit Gemüsebrühe und Gewürzen abgeschmeckt. Wer die Sauce gebunden mag, der kann sie noch mit Mehl andicken und mit Schmand verfeinern.
Foto: © Thommy Weiss / pixelio.de